Quasiindonesische Fleischküchlein

Zutaten als Vorspeise für 4 Personen oder als Hauptgericht für maximal 2
Kochgeräte
  • Pfanne (möglichst Teflon oder beschichtet)
  • Schüssel zum Vermengen der Pampe
Didi
Zubereitung
  1. Alle Zutaten vermischen
  2. Handtellergroße, ca. 1 cm hohe Küchlein (BerlinerInnen würden profanerweise sagen "Bouletten") formen und auf einem handelsüblichen Teller zwischenlagern
  3. Pfanne erhitzen, Küchlein braten bis sie gerade durch sind
 
Anmerkungen

Eigentlich sind Rezepte als solche recht langweilig, wenn wir die Möglichkeiten der Weltliteratur zusätzlich zu dem Mehl in die Waagschale werfen. Ich mag Kochbücher, die die Rezepte beispielsweise geographisch, historisch oder kulinarisch einordnen. Noch mehr aber mag ich einen persönlichen Bezug zu der vorgestellten Küche, wie es etwa in Vatchs einmaligem (soweit ich weiß nur auf Englisch erschienenen) Thai Cookbook zu lesen ist. Hier ist deswegen eine Liste der Menschen aus meinem Leben, die diese Fleischküchlein, die vielleicht an die indonesische Küche angelehnt, aber bescheidenerweise und dennoch in Wirklichkeit meine wahlfreie Erfindung sind, begeistert in sich aufgenommen, verdaut und wieder in den ewigen Kreislauf abgegeben haben...
- Eva P. fand sie hmm unglaublich
- Gerda S. fand sie ganz köstlich, in der gegebenen Situation besser als das viel aufwendigere Thai-Curry, das ebenfalls gereicht wurde
- Stefan S. war hin und weg beim Grillen im Garten
- einige andere Menschen waren auch angetan
- jüngst (heute nämlich) war Anja L., für die dieses Rezept der Welt zur Verfügung gestellt wird, zu Besuch, und es war ein tolles Treffen, vielleicht eine Art wirkliches Wiedersehen, es war nah und auch lustig (und doch bereinigt etwaiger komischer Assoziationen, die dem menschlichen Konstrukt "Zeit" (hier: namentlich Vergangenheit) entspringen); jedenfalls war Anja sehr angetan und bat (ja, flehte) um die Veröffentlichung dieser einfachen Zubereitung; das Bier floß, die Worte wechselten und wurden ausgetauscht, die Leben gegenseitig belauscht, und es wurde online gekocht; das Thai-Curry war dabei, ein Thai-Salat, der erst Stunden später, nachdem er richtig durchgezogen war (und Anja die völlig terminungerechte letzte S-Bahn gekriegt hatte (und vielleicht dennoch keinen Anschluß fand - und vielleicht jetzt, zu dem Zeitpunkt, zu dem diese Worte verfaßt werden, noch immer nicht bei Heike ist, sondern auf ein Taxi wartet)), dem Geschmack produzierte, den er haben sollte. Ein Nachtisch fand nicht statt.